DSGVO für Therapiepraxen 2026 — Patientendaten rechtssicher digitalisieren
Therapiedaten sind die sensibelsten Daten überhaupt. Ein Datenschutzverstoß kann die Existenz einer Praxis kosten. Hier ist was Therapeuten 2026 wissen müssen.
Warum Therapiedaten besonders geschützt sind
Art. 9 DSGVO stuft Gesundheitsdaten als "besondere Kategorien" ein — sie genießen den höchsten Schutz. Das bedeutet:
- Verarbeitung nur mit expliziter Einwilligung des Patienten
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) müssen dokumentiert sein
- Datenschutz-Folgeabschätzung (DSFA) bei großen Patientenzahlen
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit jedem Software-Anbieter
Die 5 häufigsten DSGVO-Fehler in Therapiepraxen
1. US-Cloud-Dienste für Patientendaten
Google Forms, Dropbox, US-gehostete Tools: alle problematisch. US-Anbieter unterliegen dem CLOUD Act — US-Behörden können auf Daten zugreifen.
2. Keine Einwilligung für digitale Formulare
Wenn Patienten digitale Formulare ausfüllen, brauchen sie eine informierte Einwilligung. Diese muss dokumentiert sein.
3. WhatsApp für Patientenkommunikation
Normale WhatsApp-Nachrichten sind nicht DSGVO-konform für Therapiedaten.
4. Kein Löschkonzept
Patientendaten dürfen nicht ewig aufbewahrt werden. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist (10 Jahre) müssen sie gelöscht werden.
5. Fehlender AVV
Jede Software, die Patientendaten verarbeitet, benötigt einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
DSGVO-Checkliste für digitale Fragebögen
- EU-Hosting bestätigt
- Verschlüsselung der Daten (at rest + in transit)
- AVV mit Software-Anbieter abgeschlossen
- Einwilligungserklärung im Fragebogen integriert
- Löschfrist definiert und technisch umsetzbar
- Zugriffskontrolle: nur behandelnder Therapeut
- Audit-Log vorhanden
Pragma Health erfüllt alle Punkte — AVV auf Anfrage erhältlich.
Fazit
Digitale Fragebögen sind DSGVO-konform möglich — wenn der richtige Anbieter gewählt wird. EU-Hosting und ein seriöser AVV sind Pflicht.
→ Pragma Health — DSGVO-konforme Fragebögen für Therapiepraxen